Beim ersten Kontakt zwischen Patient und Therapeut spielt das Kennenlernen des Gegenübers eine besondere Rolle. Fragen zu den aktuellen Beschwerden, aber auch Informationen zum bisherigen Leben des Patienten sind für den Therapeuten wichtig, um eine Diagnose stellen zu können und den Patienten gut behandeln zu können. Das Wort “Anamnese” kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Erinnerung – und genau das ist der Zweck der Anamnese: das Erinnern an alle wesentlichen Informationen aus dem bisherigen Patientenleben. Die Anamnese gibt dem behandelnden Therapeuten Informationen über die aktuellen Beschwerden und den Gesamtzustand des Patienten, über vergangene Erkrankungen und Operationen und Informationen über die Familienanamnese. Darüber hinaus bekommt er einen Einblick in die Persönlichkeit des Patienten, so dass er sich ein Bild machen kann, wie der Patient seine Krankheit erlebt. Da die Anamnese am Anfang der Therapeut-Patient-Beziehung steht, ist sie für den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses besonders wichtig – wenn sich ein Patient bei seinem Therapeuten gut aufgehoben fühlt, ist er eher bereit, auch unangenehme Themen anzusprechen, in Diagnostik einzuwilligen und die vorgeschlagene Therapie anzunehmen.
Der ausführlichen Anamnese folgt die körperliche Untersuchung. Diese ergänzt die zuvor erhobenen Beschwerdesymptome und differentialdiagnostischen Überlegungen an den einzelnen Organsystemen zu untersuchen und zu überprüfen.

Die Untersuchung umfasst je nach Beschwerdebild eine Puls und Blutdruckmessung, Untersuchung des Bewegungsapparates, eine Hautuntersuchung und/ oder eine Reflexprüfung.

Zur weiteren Abklärung von Krankheiten arbeite ich mit den Laboren Dres. Hauss in Eckernförde und GanzImmun Diagnostics in Mainz zusammen um Blut, Urin und Stuhl zu analysieren.
Wichtige Hinweise auf Entzündungen im Bereich der Blase, Nierenfunktionsstörungen sowie Diabetes gibt der Urin-Test, den ich in meiner Praxis durchführen kann. Es werden Parameter wie z. B. Blut, Proteine, pH-Wert, Leukozyten und Glucose bestimmt.
Eine ausführlichen Stuhlanalyse gibt z.B. Aufschluss über den pH-Wert, die Bakterienflora, Entzündungszeichen und den Schleimhautzustand. Eine intakte Darmflora ist die Voraussetzung für ein gesundes Immunsystem.
Der Stoffwechsel-Funktionstest ist ein Bluttest, der den Organismus in seiner Gesamtheit analysiert, um so die Ursachen der Symptome zu finden. Häufig weiß man zwar, welche Krankheit vorliegt, nicht aber, warum man krank geworden ist oder welches die eigentlichen Ursachen der Symptome sind. Ist der genaue Ursprungsort der Probleme bekannt, hat man die Möglichkeit, nicht nur symptomatisch zu behandeln, sondern auch eine nachhaltige Heilung zu erreichen.